Unser Gasthof wurde erstmalig 1777 urkundlich erwähnt: "Frau von Geising verkauft den Gasthof an Herrn Barlack". (nach Ortschronist Herr Natusch, Sacro, Heimatmuseum Dorfstraße 4).

Die Urgroßeltern des jetzigen Juniorchefs der Familie Buder übernahmen dieses Gasthaus . Seit dem ist hier die Gastronomie in besten Händen.

Gastwirtschaft um 1900 Bohrau um 1910
  Urgroßeltern um 1900 vor der Gastwirtschaft   Bohrau um 1900

BOHRAU
 

Bohrau war ein altes Vasallengut der Herrschaft Forst, deren Wert im 16 Jahrhundert auf 1500 Gulden geschätzt wurde.
Es hatte 1708: 10 Gärtner, 2 Büdner, 20 Personen „effektive Mannschaft“.
1750: 10 Kossäten, 7 Büdner
1777: 10 Gärtner, 2 Büdner 3 Häusler, 2 „ritterschaftliche Buden“ für den Gutsverwalter, 1 Hausweib, die ritterschaftliche Schänke, die Schäferei (später Klein Bohrau) und 3 wüste Brandstellen
1798: 94 Seelen
1906: 9 Gärtner, 1 Büdner, 24 Häusler, 6 Mieter - zusammen 175 Sellen, das Gut 29 Seelen
Das Gut ist schon im Bibersteinschen Lehnsbuch genannt. Im 16. Jahrhundert besaßen es als Lehn die Herren von Löben. 1558 belehnte Friedrich von Biberstein die Veltern Felix und Hans von Löben. Es gab innerhalb der Familie Löben noch einige andere Erbfolgen. Noch 1599 wird Nikkel von Löben genannt.
1643 war Bohrau in Lehnbesitz der Familie von Maxen.
Auch die Familien von Seidlitz und von Pannewitz werden in Schneiders Chronik genannt.
1702 verkaufte Nikolaus von Maxen das Gut an den herzoglichen Merseburgischen Amt- Kammerrat Heinrich Peter von Haberkorn. Der geriet in Konkurs.
In der Versteigerung erstand es 1733 Abraham von Rabenau, Erbherr auf Cossar und Kuckädel bei Cressen. Nach einem ausführlichen Stammbaum der Rabenaus, soll schon der Großvater, auch ein Abraham von Rabenau, das Gut gekauft haben und dieses seinen Sohn Wendlin Abraham hinterlassen haben.

Nach Ortschronist Reinhard Nattusch, Sacro 17.10.2003

 

nach oben   letzte Aktualisierung am 18.10.10